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Die Reserve – Verstärkung für die Truppe

Berlin, 18.05.2017.

Reservisten verstärken reguläre Einheiten im In- und Ausland, bringen Spezialkenntnisse aus ihrem zivilen Berufsleben ein und wirken als „Staatsbürger mit Uniform“ in die Gesellschaft zurück.

Soldat hängt zivile Jacke in den Schrank

Ihren Dienst leisten sie zusammen mit aktiven Soldaten im gesamten Aufgabenspektrum der Bundeswehr. Für die Truppe sind sie unverzichtbar – genau wie Freiwillig Wehrdienstleistende, Zeit- und Berufssoldaten.

Die Bundeswehr profitiert von Reservisten

Die Reserve der Bundeswehr rekrutiert sich aus ehemaligen Soldaten und geeigneten Ungedienten. Die Reservisten tauschen regelmäßig den Blaumann oder den Anzug gegen die Uniform ein, um ihrem Land zu dienen.

Ein Reservistendienst kann zwischen einem Tag und mehreren Monaten dauern. Dabei wird zwischen allgemeinem Reservistendienst – in Form von Übungen und dienstlichen Veranstaltungen – und besonderem Reservistendienst unterschieden. Zum besonderen Reservistendienst zählen beispielsweise die Auslandsverwendung sowie Hilfeleistungen im In- und im Ausland.

Die Reserve ist unterteilt in Truppenreserve, Territoriale Reserve und Allgemeine Reserve. Die Truppenreserve verstärkt die aktiven Verbände, besonders bei kurzfristigem Personalbedarf. Die Territoriale Reserve erfüllt Sicherungs- und Unterstützungsaufgaben in der Heimat, vor allem in der zivil-militärischen Zusammenarbeit. Damit werden die regulären Verbände entlastet. Die Allgemeine Reserve ergänzt die mit Fähigkeiten bei den vorgenannten Aufgaben und besteht aus der Gesamtheit der nicht-beorderten Reservisten.

Reservisten werden auf ihre Dienstposten beordert. Es wird zwischen Verstärkungs- und Personalreserve unterschieden. Die Verstärkungsreserve besteht aus Beorderten, die auf speziell für Reservisten vorgesehenen Strukturdienstposten eingesetzt werden. Die Personalreserve umfasst die Beorderten ohne feste Strukturdienstposten. Sie bildet einen flexiblen Personalpool, mit dem schnell auf Personalausfälle oder zeitweilig erhöhte Personalbedarfe reagiert werden kann.

Die Wirtschaft profitiert auch

Der Reservistendienst heute ist geprägt von dem Prinzip der Freiwilligkeit. Nur mit der wohlwollenden Unterstützung der Arbeitgeber ist es Reservistinnen und Reservisten möglich, sich entsprechend zu engagieren.

In der Privatwirtschaft übernimmt die Bundeswehr grundsätzlich vom ersten Tag an die gesamten Personalkosten für die Dauer des Reservistendienstes. Der Arbeitgeber dagegen profitiert von neuen Qualifikationen, die der Reservist während seiner Reservistendienstleistung erworben hat. Auch ist es eine Chance Netzwerke auf- und auszubauen und auch die Chance mittels individueller Kooperationen den Personalaustausch zu fördern und gleichzeitig Mitarbeiterzufriedenheit zu erhalten und zu erhöhen.


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Stand vom: 23.10.18 | Autor: Timo Kather


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